Neue Noxx Variante

Wieder mal eine Interpretation meines Noxx Design, ich habe das grosse genommen und stark modifiziert. Eine ähnliche Ausführung habe ich schon vom kleinen Noxx mal gemacht. Die Griffschalen sind geschraubt und die Löcher für den Schraubenkopf sind mit einer Büchse aus Chromstahl ausgekleidet. Die Walzhaut habe ich belassen und dafür die Klingenflanken poliert. Für mich eines der schönsten Messer das ich bis jetzt gemacht habe, aber auch sehr aufwendig, da die Parierelemente mehr Formsprache haben als sonst. Auf jedenfall ein gelungenes Messer.

Hier die Daten: Gesamtlänge 280mm, Klingenlänge 160mm, Klingenstärke 5mm, Klingenstahl 440C, Griffmaterial G10 schwarz und dunkel dunkelst grün oder blau, Schrauben gebläut. Parierelement aus Rostfreien Stahl.

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How To Make Folding Knives

Heute stelle ich seit langem wieder mal ein Buch vor, und zwar „ How To Make Folding Knives“ , ein ziemlich altes Buch das die Herstellung von Klappmessern beschreibt . Erstauflage 1988 und in Englisch geschrieben. In diesem Buch beschreiben drei bekannte Amerikanische Messermacher nach welchen Methoden sie ihre Messer herstellen.

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Das Buch ist in Fünf Hauptkapitel unterteilt, welche sich wie folgt zusammensetzen.

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Im ersten Teil beschreibt der Amerikanische Messermacher Wayne Clay wie er Backlock Klappmesser herstellt. Das besondere an seinen Messern ist die Verwendung einer kleinen Spiralfeder anstelle der Blattfeder. Eine sehr elegante Lösung, insbesondere da er eher kleine Messer herstellt. Dafür reicht die Kraft der Feder allemal aus. Netterweise sind sogar Vorlagen seines Messers enthalten, so dass man diese Abzeichnen kann und das Messer nachbauen. Interessanterweise macht er immer zwei Klingen die Spiegelbildlich zueinander stehen. Dadurch kann er eine Klinge immer als Griff benutzen. Am Schluss trennt er die beiden Klingen. Die Herstellung des Messers ist sehr gut beschrieben.
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Im zweiten Teil kommt Frank Centofane zum Zug. Im Gegensatz zu Wayne Clay macht Frank Centofane eine Rückenfeder, welche auch gleich den Hammer beinhaltet. Also ein Bauteil. Seine Arbeitsweise ist etwas maschinenlastiger, so dass er auch den Lock in der Klinge fräst. Es sind hier auch mehr Tipps und Beschreibungen zur Funktion des Backlockmechanismus.
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Im dritten Teil wird die Arbeitsweise von Ron Lake beschrieben, einer der bekanntesten Messermacher Amerikas. Wer ein original Ron Lake Klappmesser besitzt darf sich Glücklich schätzen. Bei Ron Lake wird es noch theoretischer, er gibt die exakten Abstände für Lock an. Es wird genau beschrieben wie er eine Mechanik für ein Klappmesser auf Papier auskonstruiert. Auch er hat Hammer und Feder als ein Teil in seinen Messern. Auch er macht sehr viel Arbeitsgänge mit Maschinen und verwendet zu Teil auch Schablonen, da seine Messer Griffmaterialien als Einlage in den Platinen versenkt sind.

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Alle drei Messermacher bauen sehr klassisch, also Backlock und das Messer vernietet. Wirkt heute natürlich etwas veraltet aber zu jener Zeit waren CNC-Maschinen noch nicht so verbreitet. Sie zeigen einfach gutes altes Messermacherhandwerk.

Im vierten Teil wird Grundwissen über Klappmesser und Werkzeuge vermittelt. Nicht sehr viel , einfach das wichtigste.

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Im fünften Teil werden noch arbeiten von anderen bekannten Messermachern vorgestellt.

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Es versteht sich von selbst, das Buch lebt von den dreien Messermachern, die ihr Handwerk vorstellen. Die Bilder sind alle in Schwarz/Weiss und wirken natürlich nicht so wie ein heutiges Buch, wo alles farbig und hochglanz ist. Aber es hat sehr viele Fotos und es wird sehr detailliert beschrieben wie die Messermacher arbeiten. Für mich ist ein wirklich sehr gutes Buch, das sehr viel Wissen vermittelt und nicht langweilige Theorie ist, sondern vor Ort in der Werkstatt stattfindet. Man möchte es neben die Maschine legen.

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Swingguard gross

Und wieder ein grosses Swingguard fertig. Dieses habe ich eigentlich auch mit sehr ähnlichen Schalen wie das letzte machen wollen, aber dann habe ich die Schalen etwas zu kurz geschliffen. Nun ist ein Blau eingefärbter Knochen zum Einsatz gekommen und gibt einen tollen Kontrast zu den anderen Messern ab. Das Ding funktioniert super gut. Ich habe insgesammt 3 stk davon angefangen, demnächst werde ich das dritte auch noch fertig stellen. Eine Serie des kleinen habe ich auch schon angefangen. Diese sollen etwas frecher daher kommen. Bin gespannt wie die dann wirken.

Hier noch die Fakts zu diesem Messer, Klingenstahl SB1, Hammer und Feder aus 1.4034, Platinen und Backen aus Neusilber. Griffmaterial Knochen und das ganze Messer kann zerlegt werden.

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Testbericht Druckschnitt

Ich habe vor einiger Zeit eine kleine Vorrichtung gebaut womit ich die Druckkraft  beim Druckschnitt messen kann. Druckschnitt ist wenn man nur auf die Klinge drückt und versucht diese durch etwas zu treiben. Kein ziehen oder wiegeln. Dabei wird der vorderste Teil der Schneide, durch ein Stapel Papier gedrückt. Da das Papier weichen kann, entsteht an den Flanken der Klinge kein Druck. Theoretisch spielt hier der Schneidewinkel keine Rolle. In Tat und Wahrheit, entsteht dennoch eine kleine seitliche Kraft, da auch das Papier weggeschoben werden muss. Ist aber in sehr kleinem Bereich. Ich habe einfach ein paar Messer getestet, es ging mir nur darum zu schauen wie die Messer sich anfüllen und wie scharf sie wirklich sind. Jede Messung ist der Durchschnitt aus 12 Messungen, von denen je die minimale und maximale Abweichung nicht berücksichtig  wurde. So habe ich eine relative genaue Messung. Die Angabe ist in Kilogramm Zugkraft die aber über einen Hebelarm erzeugt wurde. Die effektive Kraft ist wesentlich höher, ich lasse deshalb die Kg weg und rede nur vom Wert. Bei den Messern handelt es sich um das was ich gerade so zu Hand hatte.

  1. Pioneer  Wert 6.2

Das Messer ist neu und hat eine feine Schneide, ich denke die meisten haben schon mal mit einen Victorinox Taschenmesser geschnitten, also es ist scharf.Victorinox

 

 

2. Kleines Jagdmesser Horat-arts Wert 3.1

Ein kleines Messer mit einer sehr feinen Schneide wo ich am Stein ganz fein abgezogen habe, Schnittwinkel um die 20°. Also dieses Messer fühlt sich sehr scharf an

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3. kleines Schanzmesser Wert 6.2

Etwa gleich Scharf wie das Victorinox, obwohl die schneide einen wesentlich grösseren Winkel hat. Dieses Messer ist auch wesentlich härter als das Victorinox und würde länger scharf bleiben.

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4. Altes Victorinox Küchenmesser, nicht geschärft Wert 13.3

Dieses Messer kennen die meisten von uns, ein einfaches Messer aus Rostfreiem Stahl mit relativ viel Chrom und relativ wenig Kohlenstoff. Leicht zu schärfen, aber nicht lange scharf. Dieses Messer wird auch über den Abziehstahl gezogen und hat nur eine sehr dünne Schneidkante. Aber auch da, ohne schärfen ist das Ding einfach stumpf.

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5. Outdoormesser Horat-arts Wert 4.9

Das ist so mein Testmesser, nicht mehr Topscharf aber immer noch ziemlich scharf. Schneidfasenwinkel dürfte auch um die 20° liegen. Mit diesem Messer werde ich noch einige folgende Tests machen.

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6. Kleines Jagdmesser Uli Hennike Wert 7

Kleines Jagdmesser aus Karbonstahl, schön ausgeschliffen und sauber abgezogen. Habe ich schon einige male benutzt und noch nie nachgeschärft. Erstaunlich das es nicht schärfer ist. Dieses Messer kann noch viel viel schärfer sein.

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7. Mark Hazen Fighter Wert 25.7

Dieses Messer hat eine breite Klinge mit Hohlschliff und einer sehr schönen polierten Schneide. Trotzdem wollte dieses Messer einfach nicht wirklich schneiden. Die Schneide fühlt sich scharf an und die restliche Geometrie spielt keine Rolle da kein seitlicher Druck vorhanden ist. Speziell

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8. Camillus Cuda Wert 3.8

Messer mit Flachschliff und industriel grob geschliffener Schneide, geht wie Butter durch Papier. Ich würde aber sagen viel schärfer geht vermutlich bei diesem Messer nicht mehr.

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Als Krönung habe ich noch eine Messung mit einem Küchenmesser von Marco Guldimann gemacht. Ganz dünn ausgeschliffene edelste Küchenmesser, in Perfektion hergestellt. Hier habe ich aber nur eine Messung gemacht und der Wert war bei ca. 1Kg, d.h. eigentlich zu wenig für meine Vorrichtung. Ich müsste da mit Gegengewichten arbeiten.

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Auch das schärfste habe ich getestet, nämlich ein Rasiermesser. Hier sieht man das die sehr dünne Klinge an ihre Grenzen kommt. Die Klinge wird vom Schneidedruck instabil und läuft davon. Ergebnis, kompletter Ausbruch der Klinge und das bei einem sehr geringen Schneidedruck…sehr schade aber solche Erfahren gehören dazu.

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Fazit:

Wert 1-3 wirklich scharfe Messer, für die Küche ideal.

Wert 4-6 gute Schärfe für Outdoormesser, hier liegt der Bereich von „rasiert noch“ und „rasiert knapp nicht mehr“

Wert 6-9 würde ich nachschärfen mit Abziehstein, dann kommt das wieder gut.

Wert 9 und mehr, vermutlich kommt man hier nicht mehr darum herum die Schneide wieder komplett aufzubauen.

Aber alle hier getesten Messer können sicher unter den Wert von 3 geschliffen werden. Wie lange sie diese Schärfe halten können hängt  dann von Stahl, Wärmebehandlung und Geomtrie ab. Aber das teste ich auch noch.

 

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Zeno als Backlock Variante

Es war etwas ruhig in letzter Zeit, war einfach etwas viel zu erledigen. Unter anderem wollte ich unbedingt dieses Zeno Backlock fertig stellen. War schon lange geplant und ein Kunde der genau das haben wollte, hat dann den Anstoss zum Start gegeben. War nicht ganz einfach da wenig Platz vorhanden ist. Als Klingenanschlag bei eingeklappter Klinge habe ich extra einen Stift gemacht, daher auch die Einkerbung an der Klingenwurzel. Es soll verhindern das die Klinge mit der Schneide auf den Hammer gedrückt werden kann, was es auch tut. Das ganze ist genietet, sitzt perfekt und es ist eine Freude es zu öffnen. In der Platine ist noch der Name graviert, wie immer diskret wie es sein soll. Fast vergessen, der neue Besitzer ist Linkshänder. Ein wahnsinnig cooles und schönes Messer.

Daten: Gesamtlänge 191mm, Klingenstärke 3mm, Klingenstahl SB1, Griffmaterial Knochen. Platinen und Nieten aus Rostfreiem Stahl

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Skulls

Endlich wieder mal einen Beitrag über meine Skullgiesserei. Habe ich hier ein wenig einschlafen lassen, ist aber bei mir in der Werkstatt immer ein Thema. Es gilt immer prozesssicherer zu werden und neue Formen auszuprobieren. Nun bin ich soweit da praktisch jeder Skull gelingt und ich auch die kleinen in Messing giessen kann. Manchmal gelingt es einfach besser und manchmal halt nicht so perfekt. Hier nun ein paar Eindrücke, wie gesagt neue Designs und jeder ein Einzelstück.

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Küchenmesser in modern

Ich habe schon lange mal diverse Polyesterplatten gekauft, die verschiedenste Muster haben und ursprünglich als Ersatz für Perlmutt dienen sollten. Natürlich gibt es all mögliche Farben. Irgendwie schien mir das aber etwas zu unedel und so habe ich es eigentlich fast nie verwendet. Nun habe ich aber für meine Frau ein kleines Küchenmesserchen gemacht, das eben etwas modern aussehen soll. Sie ist nicht so der Freund der Holzgriffe, bzw. das ist für sie nichts besonderes. Also habe ich hier mal die Kiste mit den Polyesterplatten gezückt. Wir haben uns für diese Blau-violetten Schalen entschieden. Ehrlich gesagt in Plattenform sehen diese völlig uninteressant aus aber poliert finde ich das sehr schön anzuschauen. Also hier das kleine moderne, poppige, leicht kitschige Küchenmesser. Ach ja die Carbonversion mit Holzgriff haben wir schon seit Jahren im Einsatz

Gesamtlänge 197mm Klingenlänge 98mm Klingenstärke 3mm Stahl SB1 Griffmaterial Polyester mit grünem Fiber unterlegt
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