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Swinguard die Zweite

Auf Wunsch baue ich ein weiteres Swinguard, nur soll dieses etwas grösser sein. Bei dieser Gelegenheit habe ich mich auch entschieden das als Projekt zu machen und die Enstehung hier in Echtzeit zu zeigen. Folglich werde ich so alle paar Wochen diesen Beitrag wieder nach vorne holen und ergänzen. Also immer schön runterscrollen 🙂

26.03.2013
Also beginnen wir mal mit dem ersten Teil, der Entwurf. Soll etwas grösser sein als das erste Swinguard. Ich musste aber noch etwas nachlegen und habe es auf gute 260mm gestreckt. Das Messer soll zerlegbar werden. Was aufwendiger ist aber auch einfach Anpassungen oder Reparaturen im nach hinein zulässt.

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Als erstes habe ich mir Schablonen gefertigt. Nach diesen wird das Messer dann gefertigt. Diese sind sehr Hilfreich, falls ein Teil kaputt geht, kann ich die Positionen der Achsen einfach wieder übernehmen.

Swingg2

Gleichzeit habe ich das auf eine Lehre übertragen wo ich einfach Einstellungen machen kann. Diese Lehre hat drei Briden, so das ich Teile auch festklemmen kann. Damit schleife ich auch die Einzelteile des Messers.
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Wenn alles genau abgebohrt und geschliffen ist, baue ich das Schablonenmesser auf der Lehre zusammen. Die Feder funktioniert natürlich nicht, da sie nicht gehärtet ist.
Ich habe aber schon mal eine sehr genau Vorlage nach der ich arbeiten kann. Kleinere Unstimmigkeiten erkenne ich auch schon und kann das beim Messer berücksichtigen.

Swingg4

Das ganze sieht unspektakulär aus, ist aber doch schon einiges an Arbeit. Die Bohrungen müssen sehr präzise sein und sind folglich mit einer Reibahle gemacht. Durchmesser der Achsen ist 4.03mm und die der Stiften 2.02mm. Nun sieht man auch den Unterschied zwischen Vorlage und zukünftigen Messer.

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14.04.2013 zweiter Teil
Nun geht es an das echte Messer. Ich habe die Materialien vorbereitet, für die Platinen Neusilber, Klinge aus RWL34, Hammer und Feder aus 1.4034. Die Bleche werden nun abgebohrt.
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Die Schablonen können jetzt mit den Stiften auf den Stahlplatten positioniert werden und mit einer Reissnadel wird die Kontur abgefahren.
swingg2b

Alle Teile werden mit etwas Zugabe auf die grobe Kontur geschliffen. Der Master, also das Teil an das sich alle anderen Teile anpassen, sind die Griffplatinen. Diese Bilden die Aussenkontur. Jetzt kommt bereits eines der schwierigsten Elemente des Messer’s, die Backlockverriegelung. Sie muss die Klinge im offenen Zustand sicher halten. Das ganze muss genau mit dem Lochbild zusammenpassen.
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Als zweites kommt das Einpassen der Feder, so das sich das Messer schliessen und öffnen lässt. Dazu muss ich an Hammer und Feder abnehmen. Die Kontur und Dicke der Feder wird am Schluss entscheiden wie sich das Messer beim Öffnen und Schliessen anfühlt. Gleichzeitig erfolgt die Positionierung des Hammers im geschlossenem Zustand. Der Hammer muss offen und geschlossen bündig mit den Platinen sein.
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Als nächsten Schritt mache ich Rückenkontur der Klinge, Hammer und Platingen bündig. Nun hat das Messer seine äussere Form. Die Länge der Platinen werden beim definieren der Swinguard’s noch einjustiert. Davon das nächste mal mehr 😉
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18.05.2013
So es geht weiter, da es ja ein Swingguard ist musste ich noch die Löcher der kleinen Guard’s bohren.
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Gleichzeitig habe ich die vordere Partie des Messer angepasst und gekürzt.
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Nun kann endlich der Klingenschliff gemacht werden. Wie üblich habe die Klinge auf meine Vorrichtung gespant und die Flanken geschliffen.
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Am Griff geht es auch wieder weiter, die Backen werden ausgesägt, die Bohrungen gesetzt und auf die Platinen gelötet.
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Die Platinen sehen jetzt noch sehr Rustikal aus 🙂 keine Panik alles läuft nach plan.
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2 Gedanken zu „Swinguard die Zweite“

  1. Hoi René
    Toll zu sehen wie alles beginnt, bin echt gespannt wie das rauskommt.
    Freue mich jedenfalls super darauf.
    Du machst ja echt Hammer Messer und das Blog finde ich einfach auch total gut.
    Wünsche Dir und Deiner Familie schöne Ostern, geniesst die Tage.
    Es grüsst Dich
    Dani

    1. Hoi Dani
      Danke für das Feedback, das ist auch für mich immer spannend sowas zu dokumentieren, auch wenn ich doch manchmal die Kamera einfach vergesse mit zunehmen 🙂
      Gruess René

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